10.07.2010 | 22:00 Uhr
In einer
Studie zu den genetischen Ursachen von Blutkrebserkrankungen ist es dem Jenaer Forscher Dr. Thomas
Ernst gelungen, eine neue Genmutation zu identifizieren.
Sie steht in direktem Zusammenhang mit der Entstehung von
Leukämien.
Nach den neuen Erkenntnissen hat das Gen bei Blutkrebserkrankungen eine
tumorhemmende Funktion, während es bei anderen Krebserkrankungen wie Prostata-
und Brustkrebs bisher als Tumorauslöser bekannt war.
In der in der
Fachzeitschrift Nature Genetics veröffentlichten Studie weist Dr. Thomas
Ernst anhand von DNA-Untersuchungen eine direkte Beteiligung des Gens
an der Entstehung von Knochenmarktumoren nach.
Ernst hat mit seinen
Kollegen an der University of Southampton Erbmaterial von über 600
Patienten aus mehreren europäischen Ländern mit Blutkrebserkrankungen
untersucht. Die Forschungsergebnisse ermöglichen neue Therapieansätze.