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Neue Broschüre der TKG: „Was kann ich selbst für mich tun?“ 5 Tipps für Angehörige von krebskranken Menschen

07.02.2017 | 12:00 Uhr

Wie kann ich als Angehöriger einem krebskranken Menschen helfen, ohne dabei eigene Bedürfnisse zu vernachlässigen? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Thüringische Krebsgesellschaft e.V. in ihrer neuen Broschüre im Rahmen ihrer Beratungstätigkeit und rät Angehörigen zu mehr Selbstfürsorge.

Eine Krebserkrankung belastet immer auch das Leben der Angehörigen. Ob der Partner, die Eltern, Kinder oder Geschwister – sie alle sind in unterschiedlicher Ausprägung von der Krankheit betroffen. Natürlich stellen sie sich zuerst die Frage: Was kann ich für den Erkrankten tun? Sie sollten aber zeitgleich fragen: Was kann ich für mich tun, um diese belastende Situation besser zu bewältigen? Denn viele Angehörige glauben, dass sie jetzt doppelt so stark sein müssten. Um den Erkrankten zu schonen, halten sie ihre Gefühle zurück oder verlieren eigene Bedürfnisse aus dem Blick. Das kann schnell überfordern.

Damit es gar nicht erst so weit kommt, gibt die Thüringische Krebsgesellschaft e.V. Angehörigen im Umgang mit dem Erkrankten und der Situation folgende Tipps:

  1. 1.      Holen Sie sich Hilfe: Öffnen Sie sich einem guten Freund oder einem erfahrenen Psychoonkologen. Viele Angehörige sind sprachlos, wenn sie von der Diagnose erfahren. Aber ein dauerhafter Rückzug hilft niemandem. Haben Sie den Mut, sich zu öffnen. Suchen Sie sich jemanden, mit dem Sie offen über alles reden können. Das kann ein guter Freund sein, aber auch ein Psychoonkologe. In den 16 LandesKrebsgesellschaften der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. mit ihren bundesweit 128 Psychosozialen Krebsberatungsstellen, stehen Ihnen qualifizierte, psychoonkologisch geschulte Sozialpädagogen, Psychologen und zum Teil auch Ärzte für alle Ihre Fragen zur Seite. Dort können Sie individuell und in Ruhe Ihre Probleme, Ängste und Sorgen besprechen und erfahren, wie Sie sich und dem Erkrankten am besten helfen.
  1. 2.      Fragen Sie den Erkrankten nach seinen Wünschen und entlasten Sie sich dadurch. Viele Krebspatienten fühlen sich bereits durch die Therapie fremdbestimmt. Dann wird ein gutgemeinter Rat nach dem Motto „Tu dies nicht, mach das“ schnell als Bevormundung missverstanden. Betroffene möchten trotz allem „normal“ behandelt werden. Deshalb fragen Sie den Erkrankten, was er im Alltag selbst erledigen möchte und wo er Hilfe braucht. Und wenn Sie sensible Themen ansprechen, formulieren Sie Ihre Wünsche in Ich-Botschaften (ich fühle mich…, ich wünsche mir…, ich frage mich…), so beugen Sie Missverständnissen vor.
  1. 3.      Nehmen Sie Ihre eigenen Gefühle und Bedürfnisse ernst. Natürlich sorgen Sie sich um das Wohl Ihres erkrankten Familienmitglieds. Aber verlieren Sie nicht Ihre eigenen Bedürfnisse aus dem Blick. Fragen Sie sich: Wie geht es mir? Was möchte ich? Was tut mir gut? Und gönnen Sie sich ohne schlechtes Gewissen regelmäßige Auszeiten mit Freunden, beim Sport oder einem Hobby.
  1. 4.      Nutzen Sie die gemeinsame Zeit sinnvoll. Das Wertvollste, was Sie dem Erkrankten schenken können, ist Ihre Zeit. Gespräche und gemeinsame Erlebnisse verbinden und schenken Lebensfreude. Im Hier und Jetzt das Gute zu sehen, gibt Ihrem Leben Tiefe und Verbundenheit. Das kann Ihnen niemand mehr nehmen.
  1. 5.      Klären Sie drängende sozialrechtliche Fragen. Häufig können Krebspatienten nicht mehr voll arbeiten. Dann sind sie auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Ist der Lebensunterhalt für die ganze Familie gefährdet, sollten Sie als Angehöriger klären, wie es finanziell weitergeht. Informationen über sozialrechtliche Unterstützungsmöglichkeiten erhalten Sie in den Beratungsstellen der Thüringische Krebsgesellschaft e.V. Dort unterstützen Sie qualifizierte Fachkräfte dabei, sich rechtzeitig auf Veränderungen einzustellen und Maßnahmen zur finanziellen Absicherung zu treffen.

Neben der individuellen Einzel-, Paar- und Familienberatung bieten die LandesKrebsgesellschaften in ihren Beratungsstellen ein umfangreiches Vortrags-, Gruppen- und Kursangebot für Angehörige an. So können sich Angehörige z. B. in einer speziellen Angehörigengruppe mit anderen Menschen austauschen.

Wer mehr erfahren möchte, findet in der Broschüre „Angehörige – Wie wir mit unseren Gefühlen und Schwächen umgehen können, wenn wir nahestehende krebskranke Menschen begleiten und unterstützen“ der Thüringischen Krebsgesellschaft viele Anregungen und Informationen. Der Ratgeber beantwortet häufige Fragen von Angehörigen und macht konkrete Vorschläge für den Umgang mit Stress, Ängsten und schwierigen Gesprächen. Lebenspartner, Geschwister, Kinder und gute Freunde von Krebskranken schildern, was ihnen besonders geholfen hat, die eigenen Gefühle zu ordnen. Die Beispiele der Angehörigen zeigen, wie sie trotz Angst, Wut oder Verzweiflung positive Impulse im Alltag setzen konnten und letztlich klar und gestärkt aus der Krise herausgegangen sind. Darüber hinaus kommen erfahrene, psychoonkologisch geschulte Sozialpädagogen und Diplom-Psychologen zu Wort. Sie geben Ratschläge zum Umgang mit Erkrankten sowie zur eigenen Stressbewältigung und Entlastung. Die Broschüre kann kostenfrei im Internet angefordert werden: http://www.krebsgesellschaft-thueringen.de/broschueren.html

 

Kontakt:

Thüringische Krebsgesellschaft e.V.
Paul-Schneider-Str. 4, 07747 Jena
Tel.: 03641 – 33 69 86 I Fax 03641 – 33 69 87

Email: info@thueringische-krebsgesellschaft.de
Internet: www.krebs-thueringen.de
Facebook: www.facebook.com/thueringische.krebsgesellschaft

 

Über die Thüringische Krebsgesellschaft

Die Thüringische Krebsgesellschaft ist für krebsbetroffene Menschen der Ansprechpartner vor Ort. 
Eine kostenfreie vertrauliche Beratung, direkte Hilfe und weitreichende Unterstützung von Patienten und Angehörigen sind die Kernaufgaben der Krebsgesellschaft. In der Beratungsstelle und deren Außensprechstunden beraten qualifizierte Mitarbeiter Ratsuchende und begleiten sie in allen psychischen und sozialen Fragen. Vorträge und Kurse ergänzen das umfassendes Angebot. Weitere wichtige Aufgaben sind die Auklärung und Information der Thüringer Bevölkerung sowie die Fortbildung von onkologischen Fach- und Pflegekräften. Der gemeinnützige Verein hat sich seit 1991 die Bekämpfung von Krebs zur Aufgabe gemacht und bemüht sich seither um die Verbesserung der Versorgung von Krebserkrankten im Freistaat Thüringen. Die Thüringische Krebsgesellschaft finanziert ihre Arbeit durch öffentliche Gelder und Spenden.

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