03.05.2011 | 09:17 Uhr
Brustkrebs ist eine komplexe Erkrankung, die in unterschiedlichen Stadien unterschiedlicher Behandlung bedarf. Die Patientenleitlinie „Brustkrebs II – Die fortgeschrittene Erkrankung, Rezidiv und Metastasierung“ soll helfen, betroffene Frauen umfassend über Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium zu informieren und sie bei wichtigen Entscheidungen zu unterstützen. Bis zum 17. Mai 2011 steht die Konsultationsfassung der Leitlinie im Internet bereit. Patientinnen, Interessierte und Experten sind aufgerufen, den Ratgeber zu lesen und bei Bedarf entsprechende Kommentare, Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen an die Redaktion zu senden, damit diese gegebenenfalls noch in die endgültige Fassung eingearbeitet werden können.
Gedacht ist die Patientenleitlinie
als ein Ratgeber für Brustkrebspatientinnen und ihre Angehörigen. Sie
wurde von Experten in Zusammenarbeit mit Patientenvertreterinnen
erstellt, die Redaktion erfolgte durch das Ärztliche Zentrum für
Qualität in der Medizin (ÄZO). Grundlage für den Patientenratgeber ist
die ärztliche Leitlinie "Interdisziplinäre S3-Leitlinie für die
Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms", die von der
Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen
Fachgesellschaften (AWMF) im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie
erarbeitet wurde. Sie enthält die neuesten wissenschaftlichen
Erkenntnisse zu Brustkrebs und seinen Therapiemöglichkeiten. Für den
Patientenratgeber wurden die Empfehlungen der S3-Leitlinie in eine für
Laien verständliche Form gebracht und mit Hintergrundinformationen
angereichert.
Brustkrebs ist mit einem Anteil von 29 Prozent und
rund 59.000 Neuerkrankungen pro Jahr die häufigste Krebsart bei Frauen.
Das Durchschnittsalter bei der Diagnose beträgt 64 Jahre. Wird
Brustkrebs frühzeitig erkannt und behandelt, bestehen gute
Heilungsaussichten. Alle zwei Jahre können Frauen im Alter zwischen 50
und 69 Jahren kostenlos am Mammographie-Screening zur Früherkennung der
Erkrankung in einem zertifizierten Brustkrebszentrum teilnehmen.
Quellen:
Pressemitteilung des Ärztlichen Zentrums für Qualität in der Medizin (ÄZQ) vom 19. April 2011
Krebs
in Deutschland 2005-2006. Häufigkeiten und Trends. Hrsg. Robert
Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in
Deutschland e.V., 7. Ausgabe 2010